Krankheiten einer Katze frühzeitig erkennen und behandeln

Katzen können eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden erleiden. Wer einen Stubentiger besitzt, sollte also immer das Verhalten seiner Katze im Auge behalten, um sich anbahnende Beschwerden möglichst frühzeitig zu erkennen, damit eine kausale, also ursachenbezogene Therapie möglich ist. Zu den häufigsten Katzenerkrankungen gehören Infektionen, diese werden, wie beim Menschen auch, durch spezielle Mikroorganismen, Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen. Die meisten Infektionserreger, welche für die Katze gefährlich sein können, gehen jedoch nicht auf den Menschen über. Sehr häufig kann das ganze Jahr über der sogenannte Katzenschnupfen auftreten. Es handelt sich dabei um eine unspezifische Entzündung der Atemwege und der Augen eines Tieres. Wird die Krankheit verschleppt oder ist das Immunsystem einer Katze sehr schwach, so kann der Katzenschnupfen auch die Lunge befallen. Tierärzte sprechen beim Katzenschnupfen auch von einer Komplexerkrankung, denn diese Infektion kann durch ganz unterschiedliche Erreger ausgelöst werden. Am häufigsten führen Chlamydien und Bordetellen zum Katzenschnupfen. Heilen die typischen Symptome nicht nach spätestens drei Wochen spontan ab, dann kann Katzenschnupfen auch chronisch werden und sogar Augenschäden bis zur Erblindung verursachen.

 

Verhaltensänderungen und akute Symptome sollten einen Tierarztbesuch wert sein

Auch die Katzenseuche ist für die Tiere untereinander ansteckend und gehört zu den häufigen Katzenkrankheiten. Diese Erkrankung wird durch ein Virus hervorgerufen, die Übertragung erfolgt in vielen Fällen bereits im Mutterleib. Besonders für ältere Tiere mit geschwächtem Immunsystem kann die Katzenseuche auch lebensbedrohlich sein. Katzenbesitzer können Jungtiere gegen Katzenseuche impfen lassen. Auch diese Kosten werden in der Regel von einer Krankenversicherung für Tiere in vollem Umfang oder zumindest anteilmäßig übernommen. Typische Symptome der Katzenseuche sind Durchfall, Fieber, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Wenn also ein Tier länger als drei Tage die Nahrungsaufnahme verweigert, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Auch die Katzenleukämie wird durch ein Virus übertragen, es gibt jedoch auch noch andere bislang unerkannte Ursachen, welche diese Erkrankung hervorrufen können. In den meisten Fällen handelt sich bei der Katzenleukämie um eine langwierige und chronisch verlaufende Erkrankung. Bei der chronischen Verlaufsform sind die Symptome im Anfangsstadium oft nur spärlich und werden häufig gar nicht richtig erkannt. Ganz anders bei der akuten Katzenleukämie, es treten plötzlich starke Symptome wie Durchfall, Fieber und Gewichtsverlust auf. Außerdem wird mit dem Begriff Katzenleukämie die Entstehung von bösartigen Tumoren im Knochenmark eines Tieres bezeichnet.

 

Katzenkrankheit
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Krankheiten der Katze durch Blutuntersuchungen diagnostizieren

Weltweit kommt bei Katzen die sogenannte feline infektiöse Peritonitis vor, es handelt sich um eine virusbedingte Erkrankung von Brust- und Bauchfell mit typischen Symptomen im Krankheitsverlauf wie beispielsweise Blässe der Schleimhäute, Abgeschlagenheit und hohes Fieber. Insbesondere bei älteren Katzen kommen eine Nierenschwäche oder eine Zuckerkrankheit, Diabetes, recht häufig vor. Der Krankheitsverlauf ist stets langwierig und chronisch und erfordert oft häufige Tierarztbesuche. Eine Krankenversicherung für Tiere übernimmt in der Regel auch die Kosten bei chronischen Krankheitsverläufen. Nierenleistungsschwäche bei Katzen bleiben oft jahrelang unentdeckt und entwickelt sich schleichend, erste Symptome können Abgeschlagenheit, vermehrter Durst und Erbrechen sein. Aufmerksame Tierbesitzer können bei einer chronischen Nierenschwäche auch einen typisch- harnstoffartigen Mundgeruch ihrer Katze wahrnehmen. Inwieweit die Nierenschwäche, welche von ganz unterschiedlichen Erkrankungen ausgelöst werden kann, bereits fortgeschritten ist, lässt sich durch eine Blutuntersuchung beim Tierarzt leicht feststellen.

 

Die Zuckerkrankheit der Katze sollte frühzeitig behandelt werden

Beim Katzendiabetes handelt es sich um eine Stoffwechselstörung mit einer Unterproduktion von Insulin der Bauchspeicheldrüse, besonders übergewichtige ältere Wohnungskatzen sind von dieser chronischen Gesundheitsstörung betroffen. Nach außen hin zeigt sich ein Katzendiabetes häufig durch struppiges, glanzloses Fell. Wird der Katzendiabetes frühzeitig erkannt, bestehen gute Behandlungschancen. Wie bei einem Menschen mit der Zuckerkrankheit ist bei einem schweren Diabetes auch die Katze auf die Gabe von Insulin angewiesen. Auch die Schilddrüsenüberfunktion ist eine häufig diagnostizierte Stoffwechselerkrankungen bei Katzen. Wird diese Erkrankung nicht früh oder nicht ausreichend genug therapiert, kann es zu irreversiblen Organschäden an Leber, Nieren oder Herz kommen. Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion fallen oft auf durch eine Wesensveränderung, sie verhalten sich dann ungewohnt sehr aggressiv oder unruhig.

Kranke Katze
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Immungeschwächte und ältere Tiere sind für Krankheiten besonders anfällig

Neben den Infektionskrankheiten werden Katzen besonders häufig befallen von Würmern und Parasiten. Eine Impfung dagegen ist bis heute nicht möglich, weshalb die Tiere in regelmäßigen Abständen entwurmt werden sollten. Dies kann in der tierärztlichen Praxis geschehen, mit ein wenig Erfahrung können die anti-parasitären Medikamente aber auch in eigener Regie verabreicht werden. Tierbesitzer sollten sich bereits frühzeitig durch eine Krankenversicherung für Tiere gegen die oft hohen Behandlungskosten absichern. Parasiten können den Darm einer Katze, sämtliche inneren Organe oder auch die Haut befallen. Zu den häufigsten Katzenparasiten gehören Ohrmilben, Flöhe, Zecken oder Hakenwürmer. Parasitenbefall bei einer Katze lässt sich heute im frühen Stadium mit geeigneten Medikamenten gut therapieren. Nur bei schweren Krankheitsverläufen mit Organbefall führen Parasitenerkrankungen zum Tode des Tieres. Fast alle Katzen sind infiziert mit Toxoplasmose, Symptome entwickeln die Tiere aber nur dann, wenn deren Immunsystem bereits geschwächt ist. Katzenwelpen haben nach der Geburt ein recht hohes Risiko, an Toxoplasmose zu sterben. Außerdem kann der Toxoplasmose-Erreger auch für den Menschen gefährlich werden, insbesondere Schwangere sollten daher jeden Umgang mit Katzen besser vermeiden.